Europatag: Umweltbundesamt macht EU-fit

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Das Umweltbundesamt unterstützt seit 20 Jahren neue und künftige EU-Mitgliedstaaten beim Aufbau von Verwaltung und nationaler Gesetzgebung im Umweltbereich. Aktuell ist die ExpertInnen-Einrichtung Umweltbundesamt im Auftrag der EU-Kommission auf dem Westbalkan und in der Türkei aktiv.

 

Wien, 9. Mai 2019 – Die EU-Kommission investiert in den nächsten drei Jahren über zwei Millionen Euro in die Umsetzung der europäischen Umweltstandards auf dem Westbalkan und in der Türkei. Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen Albanien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo und der Türkei zu stärken und sie im Umweltbereich auf den EU-Beitritt vorzubereiten. Unterstützt werden sie dabei von ExpertInnen des Umweltbundesamts und des Consulting-Unternehmens NIRAS.

 

„Für unsere Partner in der Westbalkan-Region ist es außen-, wirtschafts- und umweltpolitisch wichtig, einen gemeinsamen Weg für die Annäherung und den Beitritt zur EU zu finden“, betont Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig. „Wir unterstützen sie dabei, indem wir Brücken zwischen den Institutionen bauen und letztlich zu einer höheren Umweltqualität in ganz Europa beitragen.“

Umweltschutz kennt keine Grenzen

 

Die Umweltbehörden in der Westbalkan-Region arbeiten in den nächsten Jahren intensiv zusammen, um die EU-Vorgaben im Luft-, Abfall-, Wasser- und Naturschutzbereich umzusetzen. Die österreichischen Expertinnen und ihre Partner stehen den Kandidatenländern dabei mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung im Ausbau von Verwaltungskapazitäten, beim Ausarbeiten von Luftreinhalteprogrammen und Abfallbewirtschaftungsplänen, aber auch beim Schutz der Meeres- und Küstenwelt zur Seite. Zudem soll die BürgerInnenbeteiligung bei der Entwicklung dieser Pläne und Programme in der Türkei und in den Westbalkan-Ländern verstärkt werden.

 

Finanziert wird die Zusammenarbeit mit Mitteln aus dem EU-Programm „EU Environment Partnership Programme for Accession (EPPA)”.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt ist die bedeutendste ExpertInnen-Institution für Umwelt in Österreich und mit mehr als 110 Projekten in 27 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen steht für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Sicherung nachhaltiger Lebensbedingungen und entwickelt Entscheidungsgrundlagen auf lokaler, regionaler, europäischer und internationaler Ebene. Seit 1999 unterstützt das Umweltbundesamt die mittel- und südosteuropäischen Behörden beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts.

 

Weitere Informationen:

Patricia Erler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04 3221