Fortschritt bei der Altlastensanierung

Jahresbericht zu Verdachtsflächen und Altlasten in Österreich

© BEV, Landesregierungen & land-, forst- u. wasserwirtschaftl. Rechenzentrum

Wien, 26. März 2019 - Im Report Verdachtsflächenkataster und Altlastenatlas berichten die ExpertInnen des Umweltbundesamts jährlich den Stand der Altablagerungen, Altstandorte, Verdachtsflächen und der Altlastensanierung in Österreich. Mit 1. Jänner 2019 sind 69.001 Altstandorte und Altablagerungen bekannt. Altstandorte sind bereits weitgehend erfasst, für Altablagerungen wird die Liste in den nächsten Jahren sukzessive vervollständigt. An diesen Standorten wurden vor dem Jahr 1989 Abfälle abgelagert oder es kamen umweltgefährdende Stoffe zum Einsatz. Der größte Teil der Altablagerungen und Altstandorte stellt keine erhebliche Gefahr für die Umwelt oder die Gesundheit der Menschen dar. Nur rund 2-3 % der Standorte sind Altlasten.

Von Altablagerungen und -standorten zu Altlasten

Altablagerungen und Altstandorte werden gemäß Altlastensanierungsgesetz stufenweise bearbeitet: Erstabschätzung, Klassifizierung als Verdachtsfläche, Voruntersuchung, Gefährdungseinschätzung und Beurteilung der Umweltgefährdung. Wenn sich der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung durch Untersuchungen bestätigt, wird die Fläche in den Altlastenatlas eingetragen. Mit 1. Jänner 2019 wurden 304 Altlasten ausgewiesen, davon sind 164 saniert oder gesichert. Im Jahr 2018 wurden elf neue Altlasten ausgewiesen, sieben Altlasten konnten als saniert oder gesichert beurteilt werden. Im Verdachtsflächenkataster sind mit Stand 1. Jänner 2019 insgesamt 1.895 Flächen eingetragen. 
Der neue Report informiert über den Bearbeitungsstatus der erfassten Flächen und über die Fortschritte bei der Sanierung von Altlasten in den einzelnen Bundesländern.

Altlastensanierungsgesetz

Grundlage für die Erfassung und Bewertung von Altablagerungen und Altstandorten sowie für die Finanzierung notwendiger Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen ist das Altlastensanierungsgesetz. Untersuchungen von Verdachtsflächen werden auf Veranlassung des BMNT von den Ämtern der Landesregierungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden vom Umweltbundesamt hinsichtlich der Umweltgefährdung beurteilt.

Alle Fakten auf einen Klick

Seit September 2018 sind alle Informationen zu Altlasten und Verdachtsflächen in Österreich gesammelt und zentral abrufbar. Auf www.altlasten.gv.at. finden UserInnen das Verzeichnis aller Altlasten mit ausführlichen Informationen, eine Online-Abfrage zu Eintragungen im Verdachtsflächenkataster wie auch Informationen zu rechtlichen Grundlagen und der Finanzierung der Altlastensanierung.

Das Umweltbundesamt in Kürze

Als bedeutendste ExpertInnen-Institution für Umwelt in Österreich und einer der führenden Umweltberater in Europa steht das Umweltbundesamt für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Sicherung nachhaltiger Lebensbedingungen. Die ExpertInnen entwickeln Entscheidungsgrundlagen auf lokaler, regionaler, europäischer und internationaler Ebene. Das Umweltbundesamt ist transparent und überparteilich und steht im Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

 

Weitere Informationen:

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5488